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Pressemeldung: Täglich 70 LKWs zusätzlich durch Traisen

Traisen, 17. Februar 2011

Im Dezember 2010 wurde der Personentransport zwischen Schrambach und St. Aegyd mit der Eisenbahn eingestellt. Seitens Land NÖ wurde diese Fahrleistung einfach nicht mehr bestellt.

Nun wird zum nächsten Schlag gegen die Region ausgeholt: Ab Juli 2011 möchte nun die ÖBB auch den Güterverkehr auf dieser Strecke einstellen. Die Erhaltung der Strecke für den Güterverkehr alleine ist nicht mehr rentabel genug.

Dabei wurden 2010 ca. 120.000 Tonnen Güter von der Traisentalbahn bewegt, dies entspricht einer zusätzlichen Belastung von ca. 70 LKWs täglich, die dann durch Lilienfeld und Traisen bis St. Pölten rollen.

Was heißt das für die Bewohner des Traisentals?

  • Täglich ca. 70 LKWs zusätzlich durch Traisen
  • Mehr Schwerverkehr auf B20
  • Belastung der Anrainer durch Lärm und Feinstaub
  • Stilllegung der Gleise ab Schrambach
  • Nachteile für die Wirtschaft
  • Vernichtung von Arbeitsplätzen

„Die Schweiz wird als positives Beispiel für moderne Verkehrspolitik in aller Welt bewundert, weil schon 1960 damit begonnen wurde, die Bahn zu forcieren“, erklärt Franz Bertl, Obmann des Vereins Lebenswertes Traisental. „Bei uns wird hingegen auf Straßenverkehr gesetzt und so dramatische Einschnitte in die Verkehrslandschaft tot geschwiegen.“ Also hat sich der Verein entschlossen, diese Mehrbelastung optisch darzustellen.

Mit Schildern und Flugblättern wird am Donnerstag 17. und Freitag 18. 2. 2011 in Traisen auf die zusätzlichen Lastwagenfahrten aufmerksam gemacht. „Viele Traisner wissen noch gar nicht, was da auf uns zukommt,“ meint Mag. Stefan Mayerhofer. „Ist jetzt schon der Lärm in Traisen nicht mehr auszuhalten, wird die Situation ab Sommer nochmals verschärft. Warum sollen die Holztransporte aus dem waldreichsten Bezirk nun auf der Straße erfolgen? Viele Güter sind nicht zeitkritisch unterwegs und könnten ohne Probleme auf der Schiene unterwegs sein.“

Viele Firmen verlieren so den Anschluss an die Infrastruktur für große Güterströme. Es ist dann für einen Betrieb ein Nachteil, wenn man einen Standort in Hohenberg oder St. Aegyd hat, wo keine Lieferung per Schiene mehr möglich ist.

Somit werden mit dieser Entscheidung, den Bahnbetrieb ab Schrambach einzustellen Betriebe und unsere Arbeitsplätze gefährdet. Mit unserer Aktion wollen wir auf diese Fehlentwicklung in der Verkehrspolitik aufmerksam machen. Die Pendler, die mit dem Auto unterwegs sind werden in Zukunft noch ein bisschen länger hinter LKWs herfahren müssen und die  B20 Anrainer in Traisen und Lilienfeld müssen sich auf noch mehr Lärm und Abgase einstellen.

„Das Traisental wird von der Politik und den ÖBB zum Sterben verurteilt,“ brachte es ein Anrainer heute Morgen auf den Punkt.

 

Am Donnerstag, 24. Februar 2011 findet im NÖ Landtag eine aktuelle Stunde zum Thema Verkehrs statt. Wir werden vor dieser Landtagsitzung einen Maßnahmenkatalog über die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs und unterstützende Unterschriften an Politiker übergeben.

 

Fotos der Aktion aus Traisen ausdrücklich zur freien Verfügung
https://piwigo.lebenswertes-traisental.at/index.php?/category/plus70traisen

 

Rückfragehinweis:

Franz Bertl
Obmann des Vereins „Lebenswertes Traisental“
0660/2100900
 
Mag. Stefan Mayerhofer
Obmann Stv. des Vereins „Lebenswertes Traisental“
0664/3627310

 

 

Pressemeldung: Traisentalbahn im Dornröschenschlaf

Wilhelmsburg, 13. 5. 2009

„Bei uns ist der Zustand der Bahnstrecke katastrophal“, meint der Obmann des Vereins ‚Lebenswertes Traisental’, Adolf Gruber. Nicht nur der bauliche Zustand, auch der Fahrplan sorgt für Kritik. „Den Menschen wird das Fahren mit der Bahn ja verleidet, mich wundert nicht, wenn sich viele Leute lieber in das Auto setzen“, Gruber weiter.


Das soll nun anders werden, wenn es nach den Ideen der Mitglieder des Vereines geht. Zusammen mit Bahnfahrern, Fachleuten und Eisenbahnern wurde ein Katalog von Maßnahmen erarbeitet, wie die Traisentalbahn attraktiver gemacht werden kann. Die Vorschläge reichen von zusätzlichen Weichen, Streckenbegradigungen  über Fahrplanänderungen bis zu Tarifanpassungen.

Pendler und Schüler müssen sich auf die Fahrzeiten verlassen können, besonders Anschlusszüge müssen immer erreicht werden können, wenn man auf einer Nebenbahnstrecke unterwegs ist. Besonders wurde bei den Maßnahmen darauf geachtet, dass ganz konkrete Vorschläge ausgearbeitet wurden, die sich kostengünstig realisieren lassen und sich auf die Fahrzeiten auswirken.
Wurde die Bahnverbindung St. Pölten – Leobersdorf 1877 in der heute unglaublichen Rekordzeit von nur einem Jahr errichtet, so fristet sie heute das selbe Schicksal, wie viele Nebenbahnen in Österreich.
Besonders schockierend ist die nur geringe Verkürzung der Fahrzeiten innerhalb der letzen hundert Jahre, obwohl in dieser Zeit enorme technische Entwicklungen stattfanden:
Die Verbindung Traisen – St. Pölten Hbf wurde im Jahr 1901 in einer Zeit zwischen 39 bis 44 Minuten, heute benötigt man immer noch zwischen 25 und 38 Minuten dafür.

Die Gemeinden Wilhelmsburg, Traisen und St. Veit unterstützen den Maßnahmenkatalog. Unterschriftenlisten liegen in den drei Gemeinden auf, die Bevölkerung kann sich zum Ausbau der Bahn bekennen und somit den Politikern helfen, dem Wunsch nach funktionierenden und leistbaren öffentlichen Verkehrsmitteln gerecht zu werden.

Wir erwarten, dass von den Verantwortlichen die Forderungen nach funktionierenden Bahnstrecken ernst genommen werden und man den akuten Handlungsbedarf erkennt. Sonst wären besorgte Stellungnahmen zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder zum Klimaschutz nur Lippenbekenntnisse.  

Den Maßnahmenkatalog im Detail und als Präsentation.

Rückfragehinweis:
Bernhard Higer
0664/3260660